Freunde

Paris

 

Werner Hartmann kam 1923 im Alter von 20 Jahren nach Paris. Er besuchte den Unterricht bei André Lhote und Roger Bissière; und blieb in Verbindung mit einigen seiner Mitschüler: Hans Seiler, Jean Le Moal, Alfred Manessier. Auch mit den Mitstudenten an der Académie Ranson hatte er später noch regelmässig Kontakt.

 

Werner Hartmann wohnte mehr als 50 Jahre in Paris und arbeitete nacheinander in fünf Ateliers, alle im Montparnasse-Quartier gelegen.

 

 

Maler und Bildhauer

 

Regelmässig traf er sich mit den Malern, Bildhauern und Musikern der kosmopolitischen Ecole de Paris; namentlich mit den Spaniern Francisco Bores und Hernando Vines, mit dem Russen Ossip Zadkine und seiner Frau, der Malerin Valentine Prax, sowie dem französisch-finnischen Maler Leopold Survage, mit den Franzosen François Desnoyer, Charles Walch und den Malern der «réalité poétique» um Raymond Legueult und Roland Oudot.

Seine Schweizer Freunde waren die Maler Paul Basilius Barth, Wilhelm Gimmi, Serge Brignoni, Ernst Morgenthaler und die Bildhauer Louis Conne, Otto Charles Bänninger, Walter Linck und Alberto Giacometti.

«Paris sera toujours pour moi une fiancée éternelle».

 

 

Werner Hartmann

 

Werner Hartmann und seine Künstlerfreunde in Paris

Von links nach rechts: Ernst Huber, Raoul Domenjoz, Werner Hartmann (stehend) und Wilhelm Gimmi vor einem Pariser Bistro, 1930er Jahre, Foto Paul Senn (1901-1953)
Bernische Stiftung für Fotografie, Film und Video, Kunstmuseum Bern, Depositum Gottfried Keller-Stiftung.
© Gottfried Keller-Stiftung, Bern

Schauspieler, Schriftsteller und Verleger

 

In Paris regelmässiger Kontakt mit Schriftstellern und Verlegern wie Georges Borgeaud, Jean Follain, Jacques Schiffrin und Robert Laffont.

In der Schweiz gehörten der Lyriker Hans Leopold Davi, die Schriftstellerin Cécile Lauber sowie die Schauspieler und Bühnenausstatter Paul Schill (1903-1947), Rainer Litten (1909-1972) und Maurice Dusserre (1899-1996) zu seinen Freunden.

 

 

Musiker

 

Nachdem Werner Hartmann durch seinen Freund, den Basler Komponisten Conrad Beck (1901-1989), in den Kreis der in Paris ansässigen Komponisten eingeführt worden war, verkehrte er regelmässig mit dem Tschechen Bohuslav Martinu (1890-1959), dem Ungarn Tibor Harsanyi (1898-1954), dem Russen Alexander Tscherepnin (1899-1977) und seiner Frau, der chinesischen Pianistin Sien Minh, mit dem Rumänen Marcel Mihalovici (1898-1985) und seiner Frau, der Pianistin Monique Haas (welche in erster Ehe mit dem Schweizer Komponisten Edward Stämpfli (1909-2002) verheiratet gewesen war) und mit der Pianistin Ina Marika.

In diesem Milieu lernte er seine zukünftige Frau Geneviève Hoummel kennen, eine begeisterte Pianistin – die Schwägerin des Cellisten André Huvelin. Dieser – ein Freund von Albert Roussel (1869-1937) – empfing seine Musikerfreunde auf seinem Landsitz von Mont-Saint-Léger in der Franche-Comté, wo Werner Hartmann ebenfalls arbeitete.

André Huvelin kam regelmässig ins Atelier in der Rue Boissonade und spielte sein Kammermusik-Repertoire mit Geneviève Hartmann am Klavier und dem Musikologen Marc Pincherle (1888-1974) an der Violine.

 

 

Zum Gedächtnis

 

Pierre Cogen, Titularorganist an der Basilika Sainte Clotilde in Paris, hat 1991 im Gedächtnis an Werner Hartmann  zu seinem 10. Todestag ein Werk komponiert: «Die Erscheinung des Herrn», inspiriert von den Gemälden von Werner Hartmann, die sich in der Pfarrkirche von Gerliswil/Emmenbrücke befinden. Uraufführung dort am 10. November.

Der Künstler und seine Frau ruhen heute auf dem angrenzenden Friedhof.