Geboren am 28. Mai 1903 in Emmen LU. Er besucht das Lehrerseminar in Hitzkirch und zieht 1923 nach Paris. 1924-28 Studien an den Kunstakademien de la Grande Chaumière, Lhote, Colarossi, Julian und Ranson. Wichtigste Lehrer sind André Lhote und Roger Bissière.

1925 erste Ausstellung in einer Pariser Galerie. Freundschaft mit Serge Brignoni, Max von Mühlenen, Varlin, Wilhelm Gimmi, Ernst Morgenthaler, Paul Basilius Barth, Alberto Giacometti, Louis Conne u.a. 1926 erste Reise nach Südfrankreich, Insel Porquerolles. 1931 Aufenthalt in Marokko; Eidgenössisches Kunststipendium.

Regelmässige Teilnahme an verschiedenen wichtigen Salons in Paris.

1935 verbringt er den Sommer auf Einladung von Madame de Mandrot in der Maison des Artistes in La Sarraz im Waadtland, zusammen mit Max Ernst, György Kepes, Siegfried Giedion, Werner Hartmann, Géa Augsbourg, Alexis-Louis Roche, Xanti Schawinsky, Laszlo Moholy-Nagy, Walter Gropius und Frantisek Kalivoda.

Die Einzelausstellung im Kunstmuseum Luzern 1934 und die Einladung für den Schweizer Pavillon an der Biennale von Venedig 1936 belegen die Wertschätzung, die er in der Heimat geniesst, die Teilnahme an der Ausstellung «Peintres Français d'aujourd'hui» 1935 in Brüssel und die Einzelausstellung in der Galerie de Paris 1938 mit einem Bildkauf durch den französischen Staat zeigen seine Integration in der Ecole de Paris.

In der Académie Julian, 1924/25

Werner Hartmann ganz rechts

Portrait Werner Hartmann, Paris, Foto Paul Senn

Werner Hartmann, um 1933/34. Foto Paul Senn (1901-1953)
Bernische Stiftung für Fotografie, Film und Video, Kunstmuseum Bern, Depositum

Gottfried Keller-Stiftung. © Gottfried Keller-Stiftung, Bern

Wichtig sind ihm auch die Freundschaften mit Musikern und Malern wie Francisco Borès und anderen figurativ tätigen Künstlern, etwa François Desnoyer, Raymond Legueult u. a. Am nächsten steht er  den «Peintres de la réalité poétique», die vor allem Stimmung und Empfinden betonen.

1939 organisiert er eine Wanderausstellung «Jüngere französische und schweizerische Maler in Paris» im Kunstmuseum Luzern, dann in Zürich,
St. Gallen und Genf.

1940, kurz vor dem Einmarsch der Deutschen in Paris, kehrt Hartmann in die Schweiz zurück und richtet sich im Dachgeschoss des väterlichen Hauses in Emmen ein Atelier ein.

1941–1945 unterrichtet er an der Kunstgewerbeschule Luzern und im Lehrerseminar Hitzkirch.

1946 Rückkehr nach Paris; er reist viel, ist monatelang im Süden Frankreichs, dazwischen wieder in Emmen und in seinem Atelier in Montparnasse.

Heirat 1951 mit der französischen Musikerin Geneviève Hoummel; Geburt des Sohnes Daniel 1953.

In den fünfziger Jahren mehrere Auftragsarbeiten für kirchliche Kunst: Katholische Kirche Gerliswil/Emmenbrücke (1953), Marienhaus-Kapelle der St.-Anna-Schwestern in Luzern (1954) u. a.

1960 Reise nach Holland. 1962 Kunstpreis der Stadt Luzern. 1963 erwirbt er ein Haus in Südfrankreich, wo er sich mehr und mehr zurückzieht. 1981 Retrospektivausstellung im Seedamm Kulturzentrum.

Hartmann stirbt am 13. November 1981 in der Klinik Barmelweid AG.

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Werner Hartmann bei der Arbeit am Bild Nature morte aux citrons, um 1960, in seinem Pariser Atelier an der Rue Boissonade